Am Sonntag, 28. Juni 2026, durfte die Katholische Kirche Hinterthurgau in der Kirche St. Johannes der Täufer in Wängi ein besonderes Fest feiern: das Patrozinium des Kirchenpatrons St. Johannes des Täufers – verbunden mit dem ersten Pastoralraumfest der Katholischen Kirche Hinterthurgau.

Der festliche Gottesdienst um 10.00 Uhr wurde von Pater Gregor feierlich geleitet. Die Netzwerkerinnen erklärten zum Anfang die Pfarreifarben. Jede Farbe wurde mit einem persönlichen Wunsch und einem kurzen Satz verbunden. So wurde sichtbar, wie wertvoll die Verschiedenheit der einzelnen Pfarreien ist – und wie daraus ein farbenfrohes, gemeinsames Ganzes entstehen kann. Simon Bachmann, Pfarreiseelsorger, trug die Lesung vor. In ihrer stimmungsvollen Predigt schlug Petra Mildenberger, Pfarrei- und Gemeindeleiterin, vielfältige Brücken vom Leben und Wirken Johannes des Täufers zur heutigen Katholischen Kirche Hinterthurgau. Johannes, der Wegbereiter, der auf Christus hinweist und zur Umkehr sowie zur Erneuerung ruft, wurde dabei zu einem eindrücklichen Bild für das gemeinsame Unterwegssein im Pastoralraum.

Seit der Eröffnung der Katholischen Kirche Hinterthurgau am 1. August 2025 ist vieles in Bewegung gekommen. Vier Pfarreien mit je eigener Geschichte, Prägung und Identität sind gemeinsam auf dem Weg. Dass dies nicht immer ohne Herausforderungen geschieht, liegt in der Natur eines solchen Prozesses. Zugleich wurde im Gottesdienst spürbar: Viele Menschen ziehen am selben Strang. Genau dieses gemeinsame Engagement, das Vertrauen und die Bereitschaft, miteinander Zukunft zu gestalten, bringen die Katholische Kirche Hinterthurgau Schritt für Schritt weiter.

Besonders eindrücklich war auch das Evangelium, vorgetragen von Bruder Leo. Auch in den Fürbitten kam dieses Miteinander deutlich zum Ausdruck. Sie wurden von den vier neugewählten Kirchen­gemeinde­präsidentin und -präsidenten sowie den Netzwerkerinnen vorgetragen. Die Anliegen aller vier Pfarreien fanden darin ihren Platz und wurden im Gebet vor Gott gebracht.

Ein besonderes musikalisches Highlight war die Gestaltung durch Roger Rufieux an der Orgel, Liliane Mettler mit ihrem Sologesang und Martina Oertli, Kirchen­gemeinde­präsidentin von Wängi, am Saxaphone. Die musikalischen Beiträge verliehen dem Gottesdienst eine festliche, berührende und zugleich hoffnungsvolle Atmosphäre. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Musikerinnen und Musikern für diese wunderbare Darbietung.

Ein schönes Bild boten auch die zehn Ministrantinnen und Ministranten aus Wängi, die ihren Dienst am Altar mit Würde, Ehrfurcht und vor allem mit sichtbarer Freude ausführten. Bereits beim Einzug und später beim Auszug entstand durch die Ministrantenschar ein feierliches und lebendiges Bild. Besonders berührend war der Moment beim Vaterunser, als einige Kinder in den Altarraum kamen, um gemeinsam mit den Zelebranten dieses zentrale Gebet der Christinnen und Christen zu beten.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher beim Kunstwerk «Klöppel». Dieses besondere Werk wurde von Beat Krähemann initiiert und von Urs Burger sowie Kevin Manz gestaltet. Pater Gregor segnete das Kunstwerk feierlich ein und spendete anschliessend auch den Anwesenden den Segen. Damit erhielt dieser Höhepunkt des Festtages einen würdigen und spirituell getragenen Rahmen.

Im Anschluss waren alle herzlich zum Apéro mit Grillwurst eingeladen. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen wurde der Apéro kurzfristig vom Kirchplatz ins Vereinshaus verlegt. Das Apéroteam und das Erntedankteam hatten alles mit grosser Sorgfalt und viel Liebe vorbereitet. Im Vereinshaus und auf dem Parkplatz war bestens für das leibliche Wohl gesorgt: kühle Getränke, feine Speisen und ein fantastisches Dessertbuffet, das jedes Herz höherschlagen liess. Auf dem Kirchplatz war zudem die Jubla Wängi mit einem Stand präsent und bereicherte das Fest mit ihrem Engagement.

Die Begegnungen im Anschluss an den Gottesdienst waren geprägt von herzlichen Gesprächen, Freude und einem lebendigen Miteinander. Schön war zu sehen, dass viele Pfarreiangehörige aus allen vier Pfarreien zusammenkamen: aus St. Antonius von Padua Sirnach, St. Idda Fischingen, St. Aurelia Aadorf-Tänikon und natürlich aus St. Johannes der Täufer Wängi. Gemeinsam wurde gefeiert, gegessen, gesprochen und gelacht – ganz im Sinne des Leitgedankens: Gemeinsam Glauben leben. Gemeinsam Zukunft gestalten.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, die sich mit grossem Einsatz für das Patrozinium St. Johannes der Täufer und das erste Pastoralraumfest der Katholischen Kirche Hinterthurgau engagiert haben. Ohne die vielen stillen und sichtbaren Dienste wäre ein solches Fest nicht möglich gewesen.

Dieser Tag hat gezeigt: Die Katholische Kirche Hinterthurgau ist gemeinsam unterwegs – mit unterschiedlichen Farben, Erfahrungen und Begabungen, aber mit einem gemeinsamen Ziel. Möge dieses Fest Ermutigung sein für das weitere Vorangehen, Zusammenwachsen und Weiterkommen im Glauben und im Dienst an den Menschen.

Daniela Keller
Leitungsassistentin
Katholische Kirche Hinterthurgau

Patrozinium St. Johannes der Täufer - Pastoralraumfest KKH
Quelle: KKH